In der Bewegung liegt das Licht

Jetzt sind es nur noch drei Wochen bis zum Präsentationstermin meiner Diplomarbeit. Noch ist sehr viel zu tun und ich werde bestimmt wieder bis zur letzten Minute damit beschäftigt sein. Vor längerer Zeit habe ich den Ansatz meiner Logoentwicklung hier dokumentiert. Jetzt ist bestimmt schon seit über einem Monat das Corporate Design für das Beethoven Kino Baden fertig und es wird Zeit, dass ich einmal die ersten Ergebnisse zeige.

Wie immer war meine Herangehensweise an das Thema sehr konzeptionell. Kino ist Licht. Kino ist Bewegung. Kino ist ein Ort der Lebendigkeit, des Zusammentreffens. Das Beethoven Kino soll all das sein. Dafür soll es stehen. Es schafft den Raum dafür. Ohne Grenze gibt es keinen Raum. Raum schafft Inszenierung und diese schafft wiederum Erlebnis.

Für das Logo inspirierte mich das von einer Leinwand (Format 21:9, sehr breit!) in den Raum abstrahlende Licht. Da sich dieses ja während des Filmes immer wieder verändert, sollte auch das Logo veränderbar sein. Das Licht sollte immer im Bewegung sein können. So kam die Idee diese kleine Fläche auszustanzen und durch die Öffnung eine andere Farbe durchscheinen zu lassen. Im Moment wo man Visitenkarte oder Briefpapier auffaltet ändert sich schon das Licht, das von der Leinwand abgestrahlt wird und das Logo lebt. Auch wenn es schon aufgeklappt ist – die Fläche ist zu klein um etwas Bestimmtes darin zu erkennen. Man sieht nur einen matten Farbeindruck von der sich dahinter befindenden Umgebung.

Die Farbe des Logos ist variable. Die Form und das (hier auf den Fotos viel zu helle) satte Dunkelblau/Schwarz bilden die Basis, das durchscheinende Licht wechselt in zwölf verschiedenen Varianten. In Anwendungen wie Plakaten und Flyern wird es auch dem jeweiligen Ereignis entsprechend angepasst.

Nun zu Name und Schriftzug. »Das Beethoven« weil es in Baden einmal so üblich ist ins Beethoven zu gehen und nicht ins Beethoven Kino. Der Artikel macht den Ort mehr zu einer Institution, zu einem Treffpunkt und für Außenstehende ist er etwas irritierend. Als Schrift habe ich die ziemlich kaputte aber dafür unglaublich charmante, echte und lebendige Calvino Verwendet. Lauter kleine Fehler (man beachte das V) wie Ungleichheiten in der Strichstärke machen sie so sympathisch und geben ihr menschliche Wärme.

Das war jetzt einmal ein kleiner Einblick in den bisherigen Fortschritt. Auch schon fast fertig sind Programmhefte, Flyer und Plakat für Veranstaltungen, sowie eine Sammelkarte. Es fehlen noch Website, ein paar Skizzen vom Kino mit neuem CD und viele andere Kleinigkeiten. Bisher hat mir die Arbeit an meinem Projekt viel Freude bereitet und ich finde es zunehmend schade, dass wohl nichts von meinen vielen (nicht nur visuellen) Ideen umgesetzt werden wird. Aber mal sehen, vielleicht muss ich ja die Initiative ergreifen und bin in einem Jahr Kino-Besitzer.


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  1. Ich habe deine Zeilen nur überflogen, aber der Satz „Was ich vorher in Filmen für kitschig und banal hielt wurde…