{"id":2144,"date":"2011-06-26T10:37:40","date_gmt":"2011-06-26T09:37:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeichenschatz.net\/?p=2144"},"modified":"2011-06-26T10:37:40","modified_gmt":"2011-06-26T09:37:40","slug":"sommerzeit-ist-entwicklungszeit-aber-warum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zeichenschatz.net\/en\/persoenliches\/sommerzeit-ist-entwicklungszeit-aber-warum\/","title":{"rendered":"Sommerzeit ist Entwicklungszeit \u2013 Aber warum?"},"content":{"rendered":"<address>W\u00e4hrend des Studiums ist jedes Projekt noch eine nie dagewesene Herausforderung. Bei jeder Aufgabenstellung erforscht man die M\u00f6glichkeiten des Grafikdesigns, probiert unbekannte Ans\u00e4tze aus und erfindet sich neu. Fast k\u00f6nnte man glauben es w\u00fcrde nach der Uni genauso weitergehen. Viel Zeit f\u00fcr Recherche und offene Kundent\u00fcren f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnliche Ideen. Nach nun drei Jahren im Berufsleben musste ich feststellen, dass es so nicht (immer) zugeht. Zeit die Initiative selbst zu ergreifen und von 12. Juli bis 11. September 2011 zwei Monate lang dort zu verbringen, wo mich die Neugierde hinf\u00fchrt.<br \/>\n<!--more--><\/address>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2156\" title=\"Warum Entwicklungszeit?\" src=\"https:\/\/zeichenschatz.net.dd21202.kasserver.com\/uploads\/sommerzeit_entwicklungszeit_1_warum-580x313.jpg\" alt=\"\" width=\"522\" height=\"282\" \/><\/h2>\n<h2>Immer das Gleiche?<\/h2>\n<p>Im Dezember 2010 \u00fcberfiel mich mitten im tiefsten Arbeitseifer ein seltsames Gef\u00fchl von Eint\u00f6nigkeit. Irgendwie hatte ich pl\u00f6tzlich den Eindruck mich in meinen Vorgehensweisen schon seit l\u00e4ngerem im Kreis zu drehen. \u00dcber die letzten Jahre haben ich ein paar gute Strategien entwickelt, die im Arbeitsalltag oft (gewollt oder ungewollt) ihren Einsatz finden. Schlie\u00dflich muss es meistens schnell gehen und diese Methoden funktionieren auch gut. Doch ist das irgendwann noch spannend f\u00fcr mich?<\/p>\n<p>Von den Vorgehensweisen abgesehen wurde mir auch auf einmal klar, dass ich gro\u00dfteils an Corporate-Design-Projekten arbeite. Ich liebe es Logos und alles was dazu geh\u00f6rt zu gestalten, aber irgendwann fiel mir auf, dass andere Grafikdesign-Projekte eher ausblieben. Das liegt nat\u00fcrlich daran, dass ich im Gestalten von Corporate Designs bereits erfahren bin und deshalb immer wieder solche Auftr\u00e4ge bekomme. Aber was kann ich denn au\u00dferdem noch? Irgendwann schmeckt einem auch die Leibspeise nicht mehr, wenn man sie jeden Tag genie\u00dft.<\/p>\n<p>Und da wurde mir klar, dass ich etwas machen muss, um nicht in Zukunft wirklich die Lust an dem zu verlieren, was ich ja eigentlich total gerne mache. Dass ich etwas machen muss, um meine F\u00e4higkeiten und Methodik zu erweitern und f\u00fcr mich wieder mehr Spannung in das Thema zu bringen.<\/p>\n<h2>Selbstverwirklichung bei Kundenprojekten?<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend der Uni k\u00f6nnte man fast glauben, dass man als Grafikdesigner bei jedem Job alle Freiheit hat und daf\u00fcr bezahlt wird, sich selbst zu verwirklichen. Es geht aber nicht um einen selbst, sondern um den Kunden und dessen W\u00fcnsche und Ziele. Ein sch\u00f6ner Satz zum Thema Designer als Dienstleister, der mir von der <a title=\"Ach, sch\u00f6n war\u2019s \u2026\" href=\"http:\/\/www.typoberlin.de\">Typo Berlin 2011<\/a> im Ged\u00e4chtnis blieb, stammt aus dem <a title=\"Mehr dazu auf Slanted\" href=\"http:\/\/www.slanted.de\/eintrag\/markus-hanzer-sch-pfungsgeschichten-genesis\">Vortrag<\/a> von Markus Hanzer.<\/p>\n<blockquote><p>Der Kunde m\u00f6chte ja auch nicht, dass sich der Friseur an seinem Kopf verwirklicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist nat\u00fcrlich verst\u00e4ndlich. Aber der gute Friseur sollte auch nicht einfach nur hirnlos Befehle befolgen, sondern den Kunden mit seinem Fachwissen beraten, was zu ihm passt. Auch wenn der Friseur gerne mal eine neue Technik ausprobieren will, m\u00f6chte der Kunde vielleicht nicht, dass das bei ihm passiert und er den Versuch dann auch bezahlt. Wenn der Friseur aber etwas Neues anbietet, das er schon erprobt hat, vielleicht m\u00f6chte es der Kunde dann auch wagen.<\/p>\n<h2>Auf zu neuen Grenzen<\/h2>\n<p>Das letzte Projekt, bei dem ich ich mit vielen meiner F\u00e4higkeiten Neuland betrat, waren die <a title=\"Die Hochzeitseinladungen im Portfolio\" href=\"https:\/\/zeichenschatz.net\/en\/showroom\/hochzeitseinladungen-heidelinde-und-florian\/\">Hochzeitseinladungen von  Heidelinde und Florian<\/a>. Ich setzte mich wieder mehr mit Lettering  auseinander, um das <a title=\"Der Weg zum Hochzeitsmonogramm\" href=\"https:\/\/zeichenschatz.net\/en\/blog\/showroom\/der-weg-zum-hochzeitsmonogramm.html\/\">Monogramm<\/a> zu zeichnen, schrieb das M\u00e4rchen,  besch\u00e4ftige mich mit <a title=\"Hochzeitseinladungen: illustre Illustrationen\" href=\"https:\/\/zeichenschatz.net\/en\/blog\/showroom\/hochzeitseinladungen-illustre-illustrationen.html\/\">Illustration<\/a>, lernte <a title=\"Hochzeitseinladungen binden \u2013 2 Tage Handarbeit f\u00fcr 50 Unikate\" href=\"https:\/\/zeichenschatz.net\/en\/blog\/showroom\/hochzeitseinladungen-binden-%e2%80%93-2-tage-handarbeit-fur-50-unikate.html\/\">Buchbinden<\/a> und vertiefte meine Kenntnisse in der Bildbearbeitung f\u00fcr  die Portfoliofotos. Von diesem Projekt konnte ich unglaublich viel  mitnehmen, weil ich das machen konnte, worauf ich neugierig war. Da es ein  Freundschaftsdienst f\u00fcr das Brautpaar war, zeigten sich diese f\u00fcr jeden Einsatz dankbar und wollten auch kaum \u00c4nderungen. Mittlerweile ist das nun aber auch  schon bald anderthalb Jahre her.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/zeichenschatz.net\/en\/showroom\/hochzeitseinladungen-heidelinde-und-florian\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1441\" title=\"Die Hochzeitseinladungen beim Druchbl\u00e4ttern\" src=\"https:\/\/zeichenschatz.net.dd21202.kasserver.com\/uploads\/huf_portfolio_07-580x344.jpg\" alt=\"Die Hochzeitseinladungen beim Druchbl\u00e4ttern\" width=\"522\" height=\"310\" \/><\/a><\/p>\n<p>Also ist es wieder Zeit f\u00fcr Neues. Zeit zum Ausprobieren und Entdecken nach meinen Spielregeln, um nachher im Arbeitsalltag wieder facettenreichere Methoden zur Verf\u00fcgung zu haben. Wie dieser Wunsch zustande kam, ist glaub ich jetzt klar. Ich kann mir vorstellen, dass es einigen Kollegen aus der Branche \u00e4hnlich geht, deshalb m\u00f6chte ich im n\u00e4chsten Blog-Eintrag zu diesem Thema ein bisschen \u00fcber die Rahmenbedingungen daf\u00fcr schreiben.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend des Studiums ist jedes Projekt noch eine nie dagewesene Herausforderung. Bei jeder Aufgabenstellung erforscht man die M\u00f6glichkeiten des Grafikdesigns, probiert unbekannte Ans\u00e4tze aus und erfindet sich neu. Fast k\u00f6nnte man glauben es w\u00fcrde nach der Uni genauso weitergehen. Viel Zeit f\u00fcr Recherche und offene Kundent\u00fcren f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnliche Ideen. 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